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5 Mini.Fragen an Andreas Pasternak, der Schmied des Klangs

15. Oktober 2026
Seit gut einem Jahr betreibt Andreas Pasternak seine Klangschmiede in Lichtensteig. Hier repariert und revidiert er Blasinstrumente, tüftelt an einem ultraleichten Sousaphon aus Carbon und gibt alten Instrumenten manchmal ein ganz neues Leben. Wie sein erstes Geschäftsjahr verlief und was ihn am Städtli besonders freut, erzählt er in unseren 5 Mini.Fragen.

Seit gut einem Jahr gibt es die Klangschmiede an der Wilerstrasse. Was hat Sie im ersten Jahr besonders überrascht? 

Besonders überrascht hat mich, dass das Geschäft besser angelaufen ist, als ich es in meinem Businessplan berechnet hatte. Sehr schön war für mich auch zu spüren, wie gut ich von der Bevölkerung und den umliegenden Musikvereinen aufgenommen wurde. 

In Ihrer Werkstatt landen ganz unterschiedliche Instrumente. Welcher Auftrag ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? 

Ein besonderer Auftrag war für mich die Revision einer alten B-Tuba. Als der Spieler sein Instrument wieder abholte, war seine Freude riesig. Sein lachendes Gesicht zu sehen, war ein wunderbarer Moment. Genau solche Erlebnisse machen mir an meinem Beruf besonders viel Freude! 

«Als der Spieler sein Instrument wieder abholte, war seine Freude riesig. Sein lachendes Gesicht zu sehen, war ein wunderbarer Moment.» 
Andreas Pasternak, Blasinstrumentenbauer  

Bei unserem letzten Besuch haben Sie vom ultraleichten Sousaphon aus Carbon erzählt. Wie geht es mit dem Projekt voran? 

Beim ultraleichten Sousaphon arbeite ich momentan an zwei Dingen. Einerseits möchte ich die Intonation noch verbessern, da das F in der hohen Lage etwas aus dem Rahmen fällt. Andererseits möchte ich die Produktion optimieren, damit das Sousaphon auch erschwinglich wird. 

Was machen Sie, wenn Sie gerade nicht in der Klangschmiede arbeiten? 

Ganz so viel Zeit abseits der Werkstatt gibt es bei mir nicht. Wenn ich nicht in Lichtensteig arbeite, bin ich oft zu Hause, wo meine kleinen Kunstwerke entstehen: Kerzenständer, Pfeffermühlen oder Lampen aus alten Instrumenten. Einen Ausgleich finde ich im Garten oder bei Bergwanderungen. 

«Ganz so viel Zeit abseits der Werkstatt gibt es bei mir nicht.» 
Andreas Pasternak, Blasinstrumentenbauer  

Wie erleben Sie Lichtensteig heute und was wünschen Sie sich für die Zukunft?  

Lichtensteig ist für mich ein Ort, an dem alles möglich ist. Die vielen kleinen Handwerksbetriebe und Kunstschaffenden in der mittelalterlichen Altstadt verleihen dem Städtli einen besonderen Charme. Ich habe hier neue Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen. 

«Lichtensteig ist für mich ein Ort, an dem alles möglich ist.»
Andreas Pasternak, Blasinstrumentenbauer  

Für meine Klangschmiede wünsche ich mir, dass ich noch lange hier arbeiten darf. Und für das Städtli hoffe ich auf etwas mehr Tourismus, damit das Kleinsthandwerk und die individuellen Geschäfte in der Hauptgasse wieder mehr Leben bekommen. 

Andreas Pasternak (59) betreibt seit Juli 2025 die Klangschmiede an der Wilerstrasse, Lichtensteig. In seiner Werkstatt widmet er sich der Reparatur und Revision von Blasinstrumenten. Daneben entstehen aus alten Instrumenten auch neue Gegenstände wie Lampen, Kerzenständer und Pfeffermühlen. 

Weitere Informationen: www.klang-schmiede.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. 

Text: Nadja Brändle, Stadtverwaltung Lichtensteig
Bilder: Andreas Pasternak 

Andreas Pasternack in seiner Werkstatt